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Centre for Translation Studies Düsseldorf

Der Bereich der sprachlichen und kulturellen Übersetzung bildet einen Schwerpunkt in Forschung und Lehre der Philosophischen Fakultät, der insbesondere die philologisch und historisch ausgerichteten Fächer verbindet: Untersucht wird aus je unterschiedlicher disziplinärer Perspektive, wie sich Kulturen, Gemeinschaften und kreative Praktiken durch Übersetzung konstituieren. Erst Übersetzungsprozesse ermöglichen Verbindung, Konnektivität und Austausch über die Grenzen von Kulturen, Epochen und Räumen hinweg. Dies gilt für unsere heutige, transkulturell vernetzte Welt, die wie kaum zuvor von Migrationsbewegungen, Mobilität und Translokation geprägt ist. Dies gilt aber auch aus historischer Perspektive, wie die multidirektionalen Translationsstrategien im Kontext des europäischen Kolonialismus, von Entdeckungsreisen und Gelehrtennetzwerken zeigen. Mit Recht werden gerade europäische Kulturen als ‚Übersetzungskulturen‘ bezeichnet, also als Kulturen, die sich maßgeblich durch kulturellen Transfer herausbilden. Übersetzung beschreibt dabei weniger eine bloße Übertragung bestehender – sprachlicher, kultureller, epistemischer oder normativer – Ordnungen in andere Kontexte. Vielmehr gehen Übersetzungen immer über Bestehendes hinaus und versetzen Kulturen in Bewegung, öffnen sie also für kulturelle Andersheit und schreiben scheinbar Fremdes in das Eigene ein.

Das Centre for Translation Studies bündelt zahlreiche der an der HHU betriebenen Forschungsaktivitäten im Bereich der Übersetzung. Es bietet ein interdisziplinäres Forum für die Erforschung historisch und kulturell diverser Übersetzungspraktiken. Interdisziplinäre Forschungsaktivitäten, Kooperationen mit nationalen und internationalen Übersetzungsinstituten sowie der renommierte Masterstudiengang "Literaturübersetzen" bieten ein einzigartiges Umfeld für die Übersetzungsforschung.

Kontakt

Generelle Anfragen: 
Anfragen an Mitglieder des CTS_dus: Mitglieder

Aktuelle Veranstaltungen

Masterstudiengang Literaturübersetzen beim Festival Theater der Welt

Im Rahmen des Festivals Theater der Welt in Düsseldorf (17.06.-04.07.2021) finden mehrere Veranstaltungen in Kooperation mit dem Masterstudiengang Literaturübersetzen statt. Hier ein Überblick:

„Ist das Kunst oder kann das weg? Literarische Übersetzung vs. Übertitel“
Veranstaltungsreihe im Zusammenhang mit der aus Santiago de Chile live-gestreamten Inszenierung Dragón des chilenischen Autors Guillermo Calderón:

MO 21.06.2021 // 12:00-16:00 Uhr
Dragón - Der dreiköpfige Drache. Dramenübersetzung und Theaterübertitelung in der Praxis
Übersetzungswerkstatt (online)
mit: Dr. Yvonne Griesel (Berlin)
Leitung: Franziska Muche (Berlin)
Weitere Informationen

MO 21.06.2021 // ca. 21:00 Uhr
Im Spannungsfeld zwischen Politik und Theater: Guillermo Calderón und seine Übersetzungen
Podiumsdiskussion (online)
mit: Guillermo Calderon (Santiago de Chile), Almut Wagner (München)
Moderation: Hedda Kage (Berlin)
Verdolmetschung: Christina Moser (Heidelberg)

DI 22.06.2021 // 18:00 Uhr
Dramenübersetzung versus Übertitel
Podiumsdiskussion (online)
mit: Christopher-Fares Köhler (Dortmund), Franziska Muche (Berlin), Uli Menke (Brest), Karen Witthuhn (Hamburg)
Moderation: Dr. Yvonne Griesel (Berlin)

Einführung und Moderation der Publikumsfragen (alle drei Veranstaltungen): Dr. Vera Elisabeth Gerling (Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf).

Eine Kooperation zwischen Drama Panorama: Forum für Übersetzung und Theater e. V., dem Festival Theater der Welt, dem Internationalen Theaterinstitut und der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf.

Internationale Online-Tagung "Movilidad, comunicación policéntrica y acomodación lingüística"

Bisher rankte sich die Debatte um die Plurizentrik des Spanischen vornehmlich um die Etablierung weiterer Standards neben dem europäischen und um das Erfassen endonormativer Zentren. Doch welche kommunikativen Herausforderungen birgt eine plurizentrische Sprache für ihre Sprecher? Und welche Faktoren haben einen Einfluss auf eine gelungene plurizentrische Kommunikation?

Der Lehrstuhl für Romanistische Sprachwissenschaft der HHU lädt dazu ein, diese und noch weitere Fragen am 22. und 23. Juni 2021 bei der Online-Tagung mit internationalen Gästen, ExpertInnen und Studierenden zu diskutieren.

Das Programm finden Sie hier. Die Vorträge können vorab auf Sciebo abgerufen werden. Alle wichtigen Links finden Sie auf dem Programm-Flyer.

Leitung: Prof. Dr. Rolf Kailuweit

Neue Veranstaltungen im Rahmen des Übersetzungsprojekts „Blick in die Zukunft – Gegen das Vergessen“

"Blick in die Zukunft - Gegen das Vergessen": Das Übersetzungsprojekt des Masterstudiengangs Literaturübersetzen und stimmen afrikas / Allerweltshaus Köln e.V. geht in die nächste Runde!
Nach den Erzählungen rund um die Themen Vergangenheit und Erinnerung wagen die neuen Kurzgeschichten, ganz frisch aus der Feder der beteiligten Autor:innen, nun den „Blick in die Zukunft“.
Im Sommersemester finden im Rahmen des Projekts drei Workshops und Lesungen online statt.

10.05.21 // 18.00 Uhr
„Lisa fucking Müller“: Übersetzungsworkshop mit Jo Güstin

01.06.21 // 18.30 Uhr
„Sit Down“… and Write: Lesung, Gespräch und Workshop mit Olumide Popoola

02.07.21 // 18.30 Uhr
Mother Tongues Becoming Bold: Lesung und Gespräch mit Jennifer Nansubuga Makumbi

Weitere Infos zu den Veranstaltungen finden Sie hier.
Die Teilnahme ist kostenfrei. Anmeldungen bitte per Mail an .

Mehr Infos zum Projekt

Denkräume

Sichtbarkeit in und von Übersetzungen – „Übersetzung ist die radikalste Veränderung und Zerstörung eines Textes“

Gespräch zwischen dem Schriftsteller, Übersetzer und Literaturkritiker Jan Wilm und Birgit Neumann

Dr. Jan Wilm studierte Anglistik und Amerikanistik an der Goethe-Universität Frankfurt am Main, wo er mit einer Arbeit über den Nobelpreisträger J. M. Coetzee und dessen Slow Philosophy (2016) promovierte. Er ist Schriftsteller, Übersetzer und Literaturkritiker u.a. für die Neue Zürcher Zeitung, die Frankfurter Allgemeine Zeitung, die Los Angeles Review of Books und das Times Literary Supplement. Zuletzt erschien von ihm der Roman Winterjahrbuch (2019).

Lesen Sie das ganze Interview hier.

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