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Centre for Translation Studies Düsseldorf

Der Bereich der sprachlichen und kulturellen Übersetzung bildet einen Schwerpunkt in Forschung und Lehre der Philosophischen Fakultät, der insbesondere die philologisch und historisch ausgerichteten Fächer verbindet: Untersucht wird aus je unterschiedlicher disziplinärer Perspektive, wie sich Kulturen, Gemeinschaften und kreative Praktiken durch Übersetzung konstituieren. Erst Übersetzungsprozesse ermöglichen Verbindung, Konnektivität und Austausch über die Grenzen von Kulturen, Epochen und Räumen hinweg. Dies gilt für unsere heutige, transkulturell vernetzte Welt, die wie kaum zuvor von Migrationsbewegungen, Mobilität und Translokation geprägt ist. Dies gilt aber auch aus historischer Perspektive, wie die multidirektionalen Translationsstrategien im Kontext des europäischen Kolonialismus, von Entdeckungsreisen und Gelehrtennetzwerken zeigen. Mit Recht werden gerade europäische Kulturen als ‚Übersetzungskulturen‘ bezeichnet, also als Kulturen, die sich maßgeblich durch kulturellen Transfer herausbilden. Übersetzung beschreibt dabei weniger eine bloße Übertragung bestehender – sprachlicher, kultureller, epistemischer oder normativer – Ordnungen in andere Kontexte. Vielmehr gehen Übersetzungen immer über Bestehendes hinaus und versetzen Kulturen in Bewegung, öffnen sie also für kulturelle Andersheit und schreiben scheinbar Fremdes in das Eigene ein.

Das Centre for Translation Studies bündelt zahlreiche der an der HHU betriebenen Forschungsaktivitäten im Bereich der Übersetzung. Es bietet ein interdisziplinäres Forum für die Erforschung historisch und kulturell diverser Übersetzungspraktiken. Interdisziplinäre Forschungsaktivitäten, Kooperationen mit nationalen und internationalen Übersetzungsinstituten sowie der renommierte Masterstudiengang "Literaturübersetzen" bieten ein einzigartiges Umfeld für die Übersetzungsforschung.

News und aktuelle Veranstaltungen

Internationale HHU Summer School

Vom 29.09.2021-01.10.2021 findet am Centre for Translation Studies der HHU die Internationale HHU Summer School "Translation, Transnation: European Cultures of Translation" statt. Durch eine Anmeldung zur Veranstaltung im LSF können Credit Points erworben werden. Die Summer School richtet sich vor allem an Doktorant:innen und MA-Studierende. Späte Anmeldungen sind noch immer möglich!

Weitere Informationen


Erfolgreicher Abschluss der Dissertation

Wir beglückwünschen Anja van de Pol-Tegge zur erfolgreichen Verteidigung ihrer Dissertation zum Thema "Belgische Literaturen in deutscher Übersetzung: Mehrsprachigkeit und Kulturtransfer (1945 bis zur Gegenwart)" am Montag, den 13.09.2021, an der Vrije Universiteit Brussel.

Betreut wurde die Arbeit gemeinsam von Prof. Dr. Arvi Sepp (VUB) und PD Dr. Vera Elisabeth Gerling (HHU) im Rahmen eines Co-Tutelle-Verfahrens.

Annie Ernaux übersetzen - Im Herzen der Gewalt mit Sonja Finck

— 23. September 2021, 19:00 - 20:30 —

Lesung und Gespräch mit der Literaturübersetzerin und ihren Studierenden (Blockseminar Übersetzungspraxis im Masterstudiengang Literaturübersetzen)

Im Herbst 2021 bietet das Institut français Deutschland mit Unterstützung des Deutschen Übersetzerfonds im Rahmen des Programms Neustart Kultur ein vielfältiges Programm zum Thema Literaturübersetzen an unter dem Motto „Im Herzen der Gewalt“.

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Andreas Jandl wird DÜF-Gastdozent im Masterstudiengang Literaturübersetzen

Der kürzlich mit dem renommierten Eugen-Helmlé-Übersetzerpreis ausgezeichnete Andreas Jandl konnte für das Wintersemester 2021/22 als Gastdozent im Masterstudiengang Literaturübersetzen gewonnen werden. Gefördert wird diese Gastdozentur aus dem Neustart Kultur-Programm der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien, und sie ist mit einer Dotation von 10.000 Euro verbunden.

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Kontakt

Generelle Anfragen: 
Anfragen an Mitglieder des CTS_dus: Mitglieder

Neuerscheinung: Die Sichtbarkeit der Übersetzung

Die Sichtbarkeit der Übersetzung ist am 09. August im Narr Francke Attempto Verlag erschienen und versammelt Beiträge von Wissenschaftler:innen und Übersetzer:innen.

"Vor gut 25 Jahren beklagte Venuti die Unsichtbarkeit des Übersetzers, und Beispiele für solche Unsichtbarkeiten gibt es zuhauf. Es gibt aber auch eine andere Geschichte der Übersetzung, eine Geschichte der Sichtbarkeit und Agentialität – und diese Geschichte, eingeschlossen verschiedener Theorien und Praktiken, stellt der Sammelband mit Blick auf die Zielsprache Deutsch ins Zentrum."

In Kürze auch in der ULB Düsseldorf verfügbar.


Auf den Spuren eines Übersetzers im Archiv des Heinrich-Heine-Instituts: Interview mit PD Dr. Vera Elisabeth Gerling

Lehre auf Tiefgang – Innovatives Lehren und Lernen an der HHU: Forschendes Lernen mit PD Dr. Vera Elisabeth Gerling und dem Nachlass von Hans Stilett, einem Übersetzer des Werks Michel de Montaignes, dem Begründer der Essayistik. Das ganze Interview finden Sie hier.

Verantwortlichkeit: