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Centre for Translation Studies Düsseldorf

Der Bereich der sprachlichen und kulturellen Übersetzung bildet einen Schwerpunkt in Forschung und Lehre der Philosophischen Fakultät, der insbesondere die philologisch und historisch ausgerichteten Fächer verbindet: Untersucht wird aus je unterschiedlicher disziplinärer Perspektive, wie sich Kulturen, Gemeinschaften und kreative Praktiken durch Übersetzung konstituieren. Erst Übersetzungsprozesse ermöglichen Verbindung, Konnektivität und Austausch über die Grenzen von Kulturen, Epochen und Räumen hinweg. Dies gilt für unsere heutige, transkulturell vernetzte Welt, die wie kaum zuvor von Migrationsbewegungen, Mobilität und Translokation geprägt ist. Dies gilt aber auch aus historischer Perspektive, wie die multidirektionalen Translationsstrategien im Kontext des europäischen Kolonialismus, von Entdeckungsreisen und Gelehrtennetzwerken zeigen. Mit Recht werden gerade europäische Kulturen als ‚Übersetzungskulturen‘ bezeichnet, also als Kulturen, die sich maßgeblich durch kulturellen Transfer herausbilden. Übersetzung beschreibt dabei weniger eine bloße Übertragung bestehender – sprachlicher, kultureller, epistemischer oder normativer – Ordnungen in andere Kontexte. Vielmehr gehen Übersetzungen immer über Bestehendes hinaus und versetzen Kulturen in Bewegung, öffnen sie also für kulturelle Andersheit und schreiben scheinbar Fremdes in das Eigene ein.

Das Centre for Translation Studies bündelt zahlreiche der an der HHU betriebenen Forschungsaktivitäten im Bereich der Übersetzung. Es bietet ein interdisziplinäres Forum für die Erforschung historisch und kulturell diverser Übersetzungspraktiken. Interdisziplinäre Forschungsaktivitäten, Kooperationen mit nationalen und internationalen Übersetzungsinstituten sowie der renommierte Masterstudiengang "Literaturübersetzen" bieten ein einzigartiges Umfeld für die Übersetzungsforschung.

Denkräume

Sichtbarkeit in und von Übersetzungen – „Übersetzung ist die radikalste Veränderung und Zerstörung eines Textes“

Gespräch zwischen dem Schriftsteller, Übersetzer und Literaturkritiker Jan Wilm und Birgit Neumann

Dr. Jan Wilm studierte Anglistik und Amerikanistik an der Goethe-Universität Frankfurt am Main, wo er mit einer Arbeit über den Nobelpreisträger J. M. Coetzee und dessen Slow Philosophy (2016) promovierte. Er ist Schriftsteller, Übersetzer und Literaturkritiker u.a. für die Neue Zürcher Zeitung, die Frankfurter Allgemeine Zeitung, die Los Angeles Review of Books und das Times Literary Supplement. Zuletzt erschien von ihm der Roman Winterjahrbuch (2019).

Lesen Sie das ganze Interview hier.

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